Ein Kumpel für Loki?!

Nach dem Tod von Mieke ist der Loki ganz schön anhänglich. Nicht, dass ich den Eindruck habe, dass er unglücklich ist, er ist offensiv, spielt, tobt, isst gut, sein Fell glänzt, er ist kuschelig, läuft aber ein wenig rum wie Falschgeld. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass ihm langweilig ist. Gerade in den Abendstunden, wo er vorher mit Mieke Quatsch gemacht hat.

Der Mann und ich überlegen nun, ob wir nicht doch schon mal die Augen nach deinem Kumpel offen halten sollten. Der Loki war noch nie alleine. Er kann sich ja nicht mal alleine putzen XD.

In den Kleinanzeigen eines Internetauktionshauses haben wir eine Katze gesehen, die abzugeben ist, weil die Besitzerin ins Ausland geht. Kennt ihr das, wenn ihr was seht und so beieuch denkt: Das fühlt sich mal gut an. So irgendwie richtig?

Ich weiß auch nicht. Ich möchte meinen Mieke wieder haben und ich denke, das wäre dem Loki auch lieber, aber die Option besteht ja nicht und alleine sein ist für Loki auch nicht so die Option und Egoismus von meiner Seite ist das alles andere als angebracht.

Also?!

MIEKE.

Mein Mieke ist der burner.

Morgens, wenn ich nicht rechtzeitig aufstehe, beginnt er an der Tür zu kratzen bis ich ihn rufe, dann kommt er noch ins Bett, kuscheln.

Nach dem Aufstehen rennt er vor mir her in die Küche, dabei hüpft er bei jedem Schritt und miaut, aber nicht richtig, nur so ein halbes, das klingt dann wie „ma, ma,  ma, ma, ..“. Egal ob noch was zu essen da ist oder nicht, Mieke schreit nach Essen, danach muss der Wasserhahn angemacht werden.

Wenn ich kakken gehe, kommt Mieke mit und setzt sich auf die Personenwage, bis sie kaputt gegangen ist 😉

Wenn ich duschen gehe, geht Mieke mit, setzt sich auf die Fensterbank und guckt zu, wenn ich raus gehe, kommt er mit, egal wo ich hin gehe. Meisten zwischen meinen Füßen.

Wenn wir abends auf dem Sofa sitzen, sitzt Mieke dabei, wenn ich aufstehe, steht er auch auf und hüpft mir zwischen den Füßen rum.

Wenn ich nach Hause gekommen bin, stand der Mieke schon an der Tür und hat gewartet. Es war immer ein wnig nervig den Kater zwischen den Füßen zu haben mit 12 Kilo Einkäufen im Arm, die man eben in den 4. Stock geschleppt hat.
Heute morgen kam der Mieke nicht, was nichts ungewöhnliches ist. Ich hab den Keks fertig gemacht und mein Kram ins Wohnzimmer geschleppt, wollte den Keks stillen und vorher den Mieke wach machen. Ich also freudehüpfend auf den Mieke zu und hab ihn gepüschelt.

Der Mieke ist tot.

Er liegt in seinem  Sessel wie immer, ist weich wie immer, aber er atmet nicht. Er ist ganz ruhig.

Ich hab gedacht, ich dreh durch, ich hab den Mieke geschüttelt und angeschrien, hab gebrüllt, geweint, bin durch die Wohnung gerannt wie Falschgeld, hab gezittert und geheut, bin immer wieder zum Mieke, immernoch tot. Ich hab gedacht, ich müsse doch jetzt mal aufwachen, das kann doch  nicht sein. Mein Mieke. Die Nacht hat er noch mit Loki gespielt, hat am Abend noch seine Leckerlis geholt und mit uns im Wohnzimmer gesessen.

Aber ich bin nicht aufgewacht und es tat auch zu sehr weh, als das es ein Traum sein könnte.

Der Mieke ist tot und in dem Moment ist ein Teil von mir gestorben.

Ich hab den Mann angerufen, der kam, aber brauchte ne Stunde. Ich hab nur bebrüllt und geweint, bin immer wieder zum Mieke.

Gestern war noch alles gut. Er saß in seinem Sessel, als habe er sich da rein gesetzt und in dem Moment einen Herzschlag bekommen.

Der Mann kam, der Mieke war tatsächlich tot. Ich hatte mich nicht getäuscht und ich war auch noch immer nicht aufgewacht.

Der Mieke und ich, wir waren ein Team, wir waren eins. Wie konnte er weg sein?! Und wie soll ich weiter machen? Wie soll das gehen. Wir waren ein Herz. Wie kann ich ohne ihn?

Mittags sind wir los und haben den Mieke beerdigt. Ja, es ist nicht legal, aber egal. Mir war es so sehr wichtig, dass er nicht mit 20 totgefahrenen Igeln zusammen in der Müllverbrennung landet. Und so haben wir immer einen Ort, o wir ihn besuchen können, außer meinem  Herzen jetzt.

Ich hab keine Ahnung wie es weiter gehen soll und wie ich das überwinden kann. Ich hab den Boden unter den Füßen verloren. Ich kann und will nicht mehr. Ich will, dass das aufhört, ich will aufwachen, ich will meinen Mieke wieder haben.

Und trotzdem, egal wie weh es tut, ich muss stark sein, für den Loki, für den Mann, für den Keks, ich weiß nicht wie, irgendwie muss es weiter gehen.

Vielleicht, nein, ganz sicher holen wir eine zweite Katze dabei, der Loki kann ja nicht alleine bleiben, aber nichts wird diese Loch ersetzen können.

Der Mieke war einer von den ganz Guten, von den richtig Guten.

Wir werden dich immer lieben.

Du wirst immer ein Teil von mir sein.

Mike kammit 3 Monaten zu mir, ich hab ihn aus ner Tierklinik, man wollte ihn einschläfern. Er kam zu mir in Pflege, mit einer Prognose von 2 Wochen. Er blieb als mein Seelenpartner für 6 Jahre.

Ich bin so unendlich dankbar für diese 6 wundervollen Jahre und ich möchte nicht einen Moment missen, egal wie weh es jetzt tut, ich danke dir für diese unendlich schöne Zeit. Du warst immer etwas ganz besonderes, einmaliges, eizigartiges, genau wie dein Bruder.

Auch wenn es bescheuert klingt, ich fühle, dass es dem Mieke gut geht. Es fühlt sich an, als wäre er bei Oma und Opa im Urlaub, er fehlt unendlich, aber ich weiß, dass er es gut hat.

Irgendwann seh ich dich wieder, Babe, ich hoffe, du wartest auf mich. Ich freu mich unendlich auf dich, mein Plüschi, mein Platsch.

Der Mieke war der burner.

..

23.11.2005 – 18.10.2012

Schweine für den Müllcontainer

Programmhinweis:

26.09.2012, 21h, ARD

Für viele Menschen ist es eine Notwendigkeit täglich Fleisch zu essen und eine Nebensächlichkeit, dass dafür Tiere sterben.

Mittlerweile steht für manche Menschen die Qualität über dem Preis (über die Biolüge reden wir denn ein anderes Mal).

Was aber die meisten Menschen interessiert ist, dass die Schweinemast mit 1,8 Mrd Euro EU-Mitteln subventioniert werden, und das, obwohl ein Großteil der Schweine nie in den Handel  kommen, sondern auf den Müll wandern.

Wir zahlen dafür, dass die Industrie Schweine mästet, schlachtet und wegschmeißt.

 

Wenn die emotionale Seite kein Grund ist weniger Fleisch zu essen und die Gesundheit  und die Qualität auch nicht, dann vielleicht das Finanzielle.

Tiger im Kölner Zoo hingerichtet.

Was ist der Mensch für ein Wesen? Er fängt Tiere, richtet sie ab und wenn sie nicht spuren wie Menschen das wollen, werden sie hingerichtet, und zwar, weil sie sich so verhalten, wie es ihre Natur ist.

Und der Mensch spielt Gott und rechtfertgt sich und stellt sich höher als das Tier, das sich nicht verhält wie ein Mensch.

Tiere in Käfigen verhalten sich immer noch mal anders, denn sie sind verhaltensgestört, psychisch krank gemacht vom Menschen, der sie eingesperrt hat.

Wusstet ihr, dass es nicht illegal ist, wenn ein Mensch aus dem  Gefängnis ausbricht, weil der Mensch einen angeborenen Freiheitsdrang hat, den man nicht unterdrücken kann. Auf Ausbruch steht keine Strafe, es sei denn, man ist kein Mensch.

Und wir lernen nichts darau, quälen und misshandeln weiter Tiere, in Zoos, in Zirkussen, auf Pferdehöfen, etc. pp. Der Grund ist, das Menschen da hin gehen und Geld bezahlen um sich gequälte Tiere an zu gucken, damit Tiere für sie Kunststücke machen, damit Tiere sie unterhalten.

Eine Tierpflegerin des Kölner Zoos wollte wohl das Gehege des Tigers Altai sauber machen und hatte versäumt notwendige Sicherheitsmaßnahmen vor zu nehmen, meint, sie hat vergessen eine Tür zu schließen. Das Raubtier sah die Pflegerin als Eindringling in sein Revier und hat sich entsprechend verhalten, hat sein Revier (, das ihm ja immerhin von den Menschen zugewiesen wurde, nachdem sie ihm aus ihrem Lebenraum gerissen haben) verteidigt und dabei die Frau getötet. Der Zoodirektor hat nicht lange gefackelt und hat das Tier erschossen.

Die Diskusion über Raubtierhatung ist erneut entbrannt.

Der Direktor des Frankfurter Zoos, Manfred Niekisch, reagierte auf die Forderung Raubtierhaltung in Zoos zu verbieten mit:„Da ist jedes noch so weit an den Haaren herbeigezogene Argument recht, um diese Forderung immer wieder zu untermauern. Dieser Unfall ist mit Sicherheit kein Argument, um zu sagen, solche Tiere gehören nicht in den Zoo.“ Damit zeigt er nicht nur wie wenig Wert das Leben seiner Tiere haben, sondern stellt damit auch die Frage, was ein Grund wäre um Tier nicht mehr in Käfige ein zu sperren.

Wer Zoos besucht, macht sich solcher „Unglücke“ mitschuldig. Also vielleicht beim nächsten Mal doch lieber auf den Spielplatz und nicht in ein Gefängnis für Tiere.