Hate Life, Love Gifs 

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Pandoras Demokratie 

„Es gibt auch Länder, die Scheiße sind; Deutschland zum Beispiel.“

                       Äffi, 4, hat voll den                                   Durchblick

Huijujuj, dass auf so einen Kommentar nicht nur kollektives Beifallklatschen auf grundschulniveau folgt, hätte sich einer auch an zwei Fingern denken können (Sprichwörter sind meine Passion).

Dass die Resonanz durchweg positiv war, von belustigt bis zustimmend, habe ich nicht erwartet und ich war ein wenig enttäuscht, weil ich anno dazumal so richtig schön in Pöbellaune war. Zum Glück ist Verlass auf meinen special friend, der eigentlich ganz gute Ansichten hat, wenn ihm was gegen den Strich geht aber auch gerne mal von 0 auf 360 geht, was ich sehr sympathisch finden, zumal er dabei zwar m.u. verbal in die Abstrusitätenkiste greift, aber oft kritikfähig bleibt.

Froh sein soll der Deutsche, weil es ja schlimmer hätte kommen können. Klar, schlimmer geht immer, aber das Aussmaß des Versagens seiner Regierung am Scheitern anderer zu messen hat in dem Zusammenhang jetzt nicht unbedingt eine Lobpreisung der eigenen Fehler zur Folge, zumindest sollte es das nicht haben. Nur, weil es in anderen Ländern, in anderen Diktaturen, schlimmer zu geht, geht es Teilen unserer Bevölkerung trotzdem nicht gut, aus unterschiedlichen Gründen. 

Strukturell gesehen haben wir echt Glück, so viel ist richtig, denn in dem schönen Land, in dem wir wohnen dürfen, weil wir zufällig hier geboren sind, oder zumindest aus einem Land kommen, was unser Leben hier legitimiert, gibt es keine Polizeigewalt, wir haben Pressefreiheit und das Recht auf Versammlung

Kein Problem so far.

Nur irgendwie wissen das nichz alle so recht. 

klick mal, kannste nachlesen


Meine Art zu Schreiben tritt dir gleich in den Arsch

Ich werde gerne mal für meine angeblichen Schachtelsätze kritisiert, ich würde ja schließlich auch nicht so reden und überhaupt sei das unübersichtlich. 

Doch, genau so sieht es aus.

Ich möchte an dieser Stelle gerne einen von mir sehr geschätzten Autoren, Literaten, Schreiberling zitieren 

Der Schachtelsatz

Ein Schachtelsatz, der, wie man vielleicht weiß, etwas länger, also mindestens so lang, wie ein durchschnittliches Gebilde aus Haupt- und Nebensatz ist, ist ja mitnichten eine Aussage, die man aus einem Karton holt, wo diese, aus Gründen der besonderen Nutzung vielleicht eben jener, verweilt, von unbekannter Dauer eingesperrt verharrend, um dann zu besonderen Anlässen präsentiertellert zu werden.

Aus: Dirk Bernemann erklärt Grammatik 

Wenn es dann keine weiteren Fragen gibt?!

Wtf Selfieweichzeichner, smoother als die Realität

Til: Smartphonecameras (in Neusprech heißt das ja nicht mehr Handycam) haben einen integrierten Weichzeichner für Bilder, die einer von sich selbst macht, also ein Widget, welches einem schon vor dem Foto alle Persönlichkeit aus dem Gesicht macht.

Ich als semitageslichttauglicher Mensch bekommen beim Betrachten der Bilder von anderen Menschen auf Facebook oder Instagram täglich mehr Komplexe, weil diese Menschen einfach so schön sind und ich hab Augenringe und Pickel und bin so gar nicht das was suggeriert wird schön zu sein.

Früher mussten Menschen noch mit Photoshop um können, heute wird ihnen der Beschiss schon in das Fotoding gebaut.

Diese Tatsache erschüttert mich zu tiefst und ich frage mich, ob diese schönen Menschen in echt auch einfach Hackfressen sind, die einfach besser mit ihrer Technik umkönnen als ich.

Und dann sieht einer jemanden von diesem Format in der Realität und erkennt diese Person kaum, weil sie eben doch in echt ganz anders aus sieht.


Dann haben sie nämlich auch Augenringe und rote Bäckchen und Pickel und meine Welt rückt ein wenig zurecht.

Toleranz, Akzeptanz und wo zur Hölle ist mein fucking Problem?!

 

Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.

Tolerant ist, eine andere Religion oder auch überhaupt eine Religion zu dulden. Zu sagen, dass einer es scheiße finde, dass die Kirchenglocken Sonntags Sturm bimmeln ist nicht intolerant, eine/r sagt ja nicht, dass die Kirche scheiße ist, sondern die Glocken. Die Kirche per se wird geduldet, der Mensch ist intolerant gegenüber Glocken, aber nicht grundsätzlich, die Glocken vom Big Ben zu hören sei nämlich schön.

Nun gut, das Christentum ist etwas, was weitläufig als deutsche Leitkultur [es krümmen sich mir die Fußnägel] bezeichnet wird. Aber auch zu sagen, dass es scheiße sei wenn morgens um 5h ein Typ von einem Turm aus singt, ist per se nicht intolerant, es sagt nur, dass einer es scheiße finde, wenn ein Typ morgens um 5h von einem Turm singt. Dass heißt nicht gleich, dass eine/r den Islam scheiße findet, er/sie ist nur gegen das morgendliche gesinge. Dann ist der Islam per se auch nicht intolerant, wie oft weitläufig behauptet wir, weil Frauen keine Rechte haben, denn das weibliche Geschlecht an sich wird ja toleriert, es wird geduldet. Aber selbst wenn der Islam intolerant ist, in welchem Punkt auch immer, müssen wir als tolerante Menschen das tolerieren, weil wir ja ein tolerantes Volk sind. ?

Freiheit ist immer die Freiheit des anders denkenden. Ein schöner Spruch und so treffend. Und zwar auf jeden. Toleranz heißt also, dass ich jede Meinung dulden muss.

„[..] fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten“. In dieser Definition steckt bereits mein fucking Problem, denn jede Überzeugung, Handlungsweise und Sitte, außer meiner eigenen, ist fremd. Aber ich muss sie dulden, weil ich ja ein toleranter Mensch bin.

Ich hielt mich immer für einen politisch links denkenden Mensch, bis mir vor kurzem gesagt wurde, jede Kritik an Israel sei antisemitisch. Wenn ich den Gazakrieg verurteile und dabei nicht zwingend eine projüdische Haltung einnehme, bin ich Antisemit. Meine Einstellung zu dem Krieg ist, dass es Täter und Opfer auf beiden Seiten gibt, und dass es aufhören muss. Lt. Aussage scheinbar vieler Linker ist das Antisemitisch. So stellte sich mir die Frage, ob ein Mensch jüdischen Glaubens immer und überall, egal was er/sie macht, sagt und denkt, als Jude zu bezeichnen ist. Wenn ein ultraorthodoxer Jude Frauen ihrer Rechte beschneidet, darf ich darüber nicht urteilen, wenn ich nicht als Antisemit gelten möchte. Wenn ein Moslem das macht, ist das aber in Ordnung, weil es Teil seiner „[..] fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten“ ist.

In our days sind wir alle tolerant gegenüber gleichgeschlechtlich Liebenden, so lange ein schwuler Mann seine Finger bei sich behält. Diese Meinung teilen auch viele Frauen. „Ich hab nichts gegen Homosexuelle, sie sollen mich nur nicht angraben!“ Da stellt sich mir schon die Frage, wie eingebildet muss jemand sein, sich für so toll zu halten, dass irgendjemand sie angräbt. Angemacht zu werden ist ja eigentlich ein Kompliment, es sagt ja erstmal nur, dass eine/r auf das Gegenüber wirkt, in welcher Form auch immer. Also: Wir sind alle tolerant gegenüber Homosexuellen, aber intolerant gegenüber Anmachen von Menschen, von denen wir nicht angemacht werden wollen.

Toleranz stützt sich immer auf Unterschiede, auf Abgrenzung. Immer. Wenn ich einen schwulen Mann toleriere, bewerte ich seine Sexualität und grenze sie von meiner ab. Ich halte meine Sexualität für normal und alles, was davon abweicht als unnormal. Wenn Heteros sich in den Arsch ficken, ist das in Ordnung, weil Heterosexualtität bei uns weiter verbreitet ist, bei Schwulen ist es pervers, aber ich toleriere es, weil der Toleranzbegriff auch sehr weit verbreitet ist. Ich finde es aber nicht gut.

Ursprünglich beschreibt der Begriff der Toleranz, die Duldung anderer Religionen neben der vorherrschenden, was immer die Trennung von Staat und Kirche voraus setzt.

Pfüsik!

Wenn ich saufe, entwickel ich die bizarrsten Theorien, von einer möchte ich heute berichten: Es geht um Pfüsik, oder auch Physik, für die schlauen unter uns.

Physik ist wie Katholizismus! (uh, das gibt wieder Hassbriefe)

Das Grundprinzip des Katholizismus beruht auf dem Glauben der Menschen. Im Mittelalter hatte der Glaube einen ganz anderen Stellenwert als heute, so hatten auch die Lehren der Katholischen Kirche eine andere Wirkung.

Heute glauben die Menschen weniger an das, was die katholische Kirche sagt, heute glauben wir an das, was uns die Wissenschaft sagt. Der sprinngende Punkt ist: Wir GLAUBEN es.

Physikalische Gesetze gründen immer auf eine Theorie, die es zu beweisen gilt, nur, was der Mensch nicht anfassen kann, ist auch schlecht zu beweisen. Und so gelten physikalische „Wahrheiten“ nur so lange, bis sie widerlegt werden.

Jüngst wurden Neutrinos „gesehen“, die schneller als das Licht sind. Nach Einsteins spezieller Relativitätstheorie (okeh, ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich erst vor kurzem die Allgemeine verstanden habe) kann das nicht möglich sein. Also ist das, was wir seither glaubten nun nicht mehr richtig.

Früher glaubten die Menschen, dass die Erde eine Scheibe ist, so lange, bis das widerlegt wurde, den lange Weg dazwischen mal ausgelassen, aber wie gesagt, andere Zeit.

Wer kennt das nicht, es passiert etwas im Alltag, was physikalisch nicht sein darf. Zum Beispiel wenn man den Kopf in ein Treppengeländer steckt und ihn nicht mehr rausbekommt. Physikalisch ist das nicht richtig, weil sich weder an dem Kopf, noch am Geländer was geändert hat und trotzdem steckt man fest. Da kann auch ein schlauer Mensch sagen, dass das nicht geht, derjenige, der mit seiner Birne zwischen den Latten hängt, wird sich ganz was anderes denken.

Nun, woran liegt sowas?

Ganz einfach, weil es so ist.

Und täglich kotzt die Feministin in mir

„Eine Frau ist entweder Prinzessin oder Zicke, je nachdem wie du sie behandelt“

„Eine Frau ist der Spiegel der Taten ihres Mannes“

Eine Frau hat sich immer und überall über ihren Mann zu definieren. Eine Frau hat keine eigenständige Persönlichkeit und ihr Verhalten lässt sich individuell von einem Mann formen.

Das heißt nicht nur, dass Frauen keinen Charakter haben, sondern auch, dass zB gleichgeschlechtlichliebende Frauen, Witwen oder Singles wertlos sind, weil sie sich nicht über einen Mann an ihrer Seite definieren können.

Das schlimmste an der ganze Sache ist nicht einmal der Sachbestand per se, sondern die Tatsache, dass es viele Frauen gibt, die diese Aussagen billigen, gut heißen und verbreiten.

Die Selbst- und Eigenständigkeit der Frau wird auch, oder wieder, im Jahr 2016 angezweifelt.