Die Empfehlungen der Fleischindustrie; Stillkinder brauchen Fleisch

Nicht der neuste Beitrag, aber immernoh aktuell.

Laut einer Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) an der Universität Bonn kann es bei Stillkindern zu einem Eisenmangel kommen.

Kinder, die von ihren Müttern voll gestillt werden, sollten daher schon ab dem 4. Lebensmonat zusätzlich eisenreiche Breinahrung bekommen, wie man inzwischen überall lesen kann, denn die Mitteilung wurde medienwirksam weit verteilt und von vielen Onlinemagazinen und Zeitungen unkritisch abgedruckt.

Die Fleischindustrie hat eine Studie gesponsort, nach der Stillkinder schon ab dem 4.Monat Fleischgläschen bekommen sollen. Das hat kaum einer hinterfragt und so steht die Empfehlung Gläschen zu füttern, da der Eisenspiegel der Babies sinke und sie Gefahr laufen einen Mangel zu bekommen. Welche junge Mutter kennt das nicht.

Die Studie soll hier im Einzelnen nicht zerrissen werden, das hat schon ein anderer für mich getan. Fazit der CMA ist auf jeden Fall, dass Stillkinder häufig unter Eisenmangel leiden (die Studie, auf die sie sich beziehen gibt dies nicht her) und den Eisenbedarf durch Fleischgläschen zu denken, bzw. den Fleischgehalt der Gläschen zu erhöhen.

In der Studie wurde Rind und Huhn zu gleichen Anteilen gefüttert. Rindfleisch enthält aber nur 3,2 mg Eisen/100g, das Huhn gar nur 1,1mg/100g.

Dies bedeutet, dass ein Säugling gut 250 g Rindfleisch oder 750 g Huhn pro Tag (!) bekommen müsste, um auf die 8 mg zu kommen.

Guten Appetitt und ich möchte gerne mal sehen, wie ein 4 Monate altes Baby fast einen Kilo Geflügel isst.

Die Studiennahrung wurde übrigens zur Verfügung gestellt von der Hipp GmbH & Co. Vertriebs KG und Nestlé Nutrition GmbH. Und spätestens jetzt frage ich mich doch, warum früher noch keinem Aufgefallen ist wie absurd diese Studie ist.

Es gibt nichts besseres als Muttermilch. Stillt, liebe Mütter, stillt.

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Wieder eine Studie, die zeigt: Vegane Ernährung hat ein geringeres Krebsrisiko als andere Ernährungsformen

Nach einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention“ veröffentlicht wurde, weist eine vegane Ernährung eine insgesamt geringere Krebsrate als andere Ernährungsweisen auf. Die Ernährungsstile der 69.120 Teilnehmer aus der Adventist Health Study-2 wurden für mehr als vier Jahre verfolgt. Die Ernährungsmuster wurden in 5 Kategorien eingeteilt: Nichtvegetarier, Halbvegetarier, Lacto-Vegetarier (konsumieren Milchprodukte und Eier), Pesco-Vegetarier (konsumieren Milchprodukte, Eier und Fisch) und Veganer. Veganer hatten ein 16 Prozent geringeres Risiko für alle Krebsarten, und vegane Frauen hatten ein um 34 Prozent verringertes Risiko für bestimmte Krebsarten, darunter Brust-, Eierstock-und Gebärmutterkrebs, verglichen mit Nichtvegetariern.

Was zeigt die Studie?

  1. Vegane Ernährung ist am gesündesten.
  2. Milch, Milchprodukte, Eier und Fisch sind gesundheitsschädlich.
  3. Auch geringe Mengen Tierprodukte schaden offensichtlich der Gesundheit.

Referenz: Tantamango-Bartley Y, Jaceldo-Siegl K, Fan J, Fraser G. Vegetarian diets and the incidence of cancer in a low-risk population. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. Published ahead of print Nov. 20, 2012.